Entwicklen sich weiter…

Oliver Hartmann ist niemand Unbekanntes mehr, er war jahrelang der Sänger der Power-Metal Band At Vance, hat sich dann aber mit seinen 3 Studioalben (und einer Akustik-Live-Scheibe) schon Solo einen guten Ruf erspielt.
Zähle ich richtig, habe ich nun schon mein drittes Interview mit Oliver gemacht und jedes Mal kam dabei ein interessantes Gespräch bei herum. Das aktuelle Album „3“ ist zwar schon seit geraumer Zeit erhält, doch durch den Wechsel des Managements konnte ich dann doch noch Mal in Kontakt mit Oliver kommen und ihm zu seiner Musik und allem andere befragen.


Wenn du deinen Kaffee fertig hast, dann legen wir gleich los mit meinen Fragen. Wollte eigentlich das Interview auf dem Balkon machen, doch da ist die Straße einfach zu laut, also jetzt hier schwitzen.

Ich habe bisher noch kaum Zeit gehabt, nach draußen zu gehen. War gerade mal eben im Garten und habe den Grill für heute Abend angeschmissen. So Kaffee ist fertig, wir können.
Kann es sein das eure Review über meine neue CD „3“ gar nicht so gut ausgefallen ist?


Wir haben gar kein Review geschrieben, ich bin jetzt erst wieder durch dein neues Management in Kontakt mit dir gekommen. Seitdem du nicht mehr bei Frontiers bist, haben wir keine Scheiben mehr bekommen. Die „3“ ist ja auch schon einige Zeit raus, da wollte ich dann aber wenigstens ein Interview machen. Wir können ja mal ein wenig über die aktuelle Scheibe plaudern.

Die „3“ ist definitiv ein wenig anders als die beiden Vorgänger. Diese Entwicklung, wo es nun hingeht, hat es sich ja schon auf „Home“ ein wenig abgezeichnet. Ein wenig weg vom typischen, bombastischen 80ger Melodikrock/AOR hin zu einem leicht moderneren Hardrocksound. Dabei ist das Songwriting bei Hartmann einfach gleich geblieben, es sind eben ein paar Songs, die eben ein wenig zeitgemäßer klingen. Musikalisch hat sich bei uns nicht so extrem viel verändert, es ist nur das äußere Kleid, wie wir die Songs verpacken ein wenig mehr im moderneren Klang. Es passt auch besser ins Jahr 2010.


Das zeitgemäßere, das gefällt mir gerade an der neuen CD. Das Album hat so ein wenig was von Shinedown, Nickelback die Richtung. Eben wie du sagst den moderneren Klang. Das finde ich sehr gut an der CD.

Das freut mich. Es gibt natürlich nach wie vor die klassischen Melodikrock/Bombast-Titel wie eben „Don`t give up your Dream“ oder andere Sachen. Dann sind eben viele Titel ein wenig moderner geraten wie der Opener oder „From outta Space“. Uns gefällt das gut und geht alles in die richtige Richtung. Die Reviews, Kritiken und die Fans fanden das alles auch sehr gut und haben den Richtungswechsel dann auch alle soweit akzeptiert. Wobei das nur eine Bestätigung für uns war, das wir in die richtige Richtung gehen.


Diese Weiterentwicklung sollte auch irgendwo sein. Es gibt ja viele Hörer, gerade auch im AOR/Melodik-Bereich die da dann doch sehr konservativ sind und sind moderneren Klängen jetzt nicht sofort offen gegenüber sind. Bei euch ist der Spagat gut gelungen.

Es ist ein guter Mix geworden. Wir wollten ja auch nicht unbedingt davon weg, was Hartmann ist oder wofür Hartmann stehen. Ich bin immer noch der Hauptsongwriter, also hat sich von daher auch nicht viel verändert. Eben was die Arrangements der Songs.
Ein Riesenvorteil für uns war, nachdem wir ja nun zwei Platten bei Frontiers gemacht hatten –Frontiers hatte ja leider schon kein Interesse mehr an der Unplugged DVD/CD, das wir das neue Studioalbum auf eigenen Label machen zu können. Da brauchten wir keine Kompromisse und Eingeständnisse machen. Das Ergebnis lässt sich sehen und die Fans und die Kritiken bestätigen uns das wir richtig lagen.


Du hast gerade schon Frontiers Records angesprochen. Die hatten einfach kein Interesse mehr an euch?

Leider, wir wären nicht abgeneigt gewesen mit Frontiers weiter zu arbeiten. Es hat sich schon bei den ersten beiden Produktionen abgezeichnet, das sie sich wohl etwas anderes drunter vorgestellt haben. Einfach noch mehr in die typische 80ger-Jahre Melodikrock-Ecke. Da gab es dann damals schon so einige Gespräche, wo wir als Band nicht wirklich zufrieden mit waren. Ein Label muss einfach voll hinter einer Band stehen, da war ja schon bei der Unplugged-Scheibe zu sehen- wo sie eben nichts mit anfangen konnten, so war es für uns der notwendige Schritt uns zu trennen. Wir haben einerseits nach einem anderen Label geschaut, das war zu dem Zeitpunkt als das passierte aufgrund der Marktlage echt schwierig. Als logische Konsequenz haben wir uns dann entschlossen ein eigenes Label zu gründen und alles selbst in die Hand zu nehmen. Das bedeutet für uns natürlich wesentlich mehr Arbeit als vorher, was die Promotion anbelangt und das Ganze drum herum. Wir haben viel um die Ohren, was mit dem Musikmachen nichts zu tun hat. Aber man hat einfach mehr Kontrolle, in welche Richtung das alles geht, und sind da sehr glücklich mit. Wir werden sehen und abwarten, was die Zukunft da bringt.


Ihr habt da jetzt auch ein neues Management, ist das eigentlich euer Erstes? Die können euch ja von eben dieser Arbeit, welche du gerade erwähntest, einiges abnehmen.

Das ist auf jeden Fall richtig. Bis dato war ich derjenige in der Band der diese Sachen und die ganzen vertraglichen Geschichten geregelt hatte. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt, wird es einfach zu viel. Das war dann mit der Gründung des Labels, wo dann noch viele andere Aufgabenbereiche auf mich zukommen.
Ich bin mit der Birgit Schwanke (Germusica) schon länger in Kontakt gewesen und wir hatten da vor 3-4 Jahren schon einmal drüber gesprochen und das ist dann so im Sande verlaufen. Wir haben uns vor kurzem dann wieder gesehen, da ging es um die aktuelle Produktion und so, da habe ich ihr die Management-Geschichte noch Mal angeboten. Da sie schon immer die Musik und die Band mochte und auch voll und Ganz hinter der Musik steht, hat sie zugesagt. Das freute uns, weil wie gesagt, das nimmt uns viel Arbeit ab und öffnet so auch andere Wege und Möglichkeiten.


Du bist ja auch viel bei anderen Projekten beschäftigt. Ist das für dich eine reine Einnahmequelle, wenn du sagst, du gehst mit Avantasia auf Tour, das bringt mir Geld, damit du dann in Ruhe mit Hartmann arbeiten kannst?

Das kann man so nicht sagen. Es gibt natürlich viele verschiedene Studiosachen, die ich hier mache. Da geht es mir nicht ums Geld. Wenn es Produktionen sind, die mir gefallen, da mache ich nur die Sachen, die mir voll und Ganz gefallen. Speziell bei Avantasia ist es so, das es schon vor 10 Jahren los ging, hatte ich zum Tobias sofort einen tollen Draht. Wobei man natürlich damals noch gar nicht absehen konnte, wie groß das alles wird. Das hat keiner von uns in dieser Form gedacht, der Tobias am aller wenigsten. Da war das dann 2008 einfach die logische Konsequenz das alles mal auf die Bühne zu kriegen. Das Finanzielle war da absolut sekundär, das war einfach eine tolle Band, die sich seit Jahren schon kannte. Ich sage Mal so, da waren so ungefähr 300 Jahre Tourneeerfahrung in dem Bus mit al den Musikern. Es war wie eine riesige, spaßige Klassenfahrt diese Tour. Das hat jedem von uns viel bedeutet und wir sind alle heiß drauf das noch mal zu machen.


Durch den Kontakt bei Avantasia und der Edguy-Tour kam dann auch sicher das Duett bei „Brothers“ zustande, wo der Tobias Samett mit dir singt?

Im Prinzip her schon. Als ich den Song geschrieben hatte, war schon die Idee da es als Duett anzulegen, schon von der Thematik her. Ich hatte dann überlegt, wer käme für den jüngeren Bruder in Frage. Eigentlich war der Tobi der nahe liegendste Schluss für diese Geschichte und mich hat es sehr gefreut, das er zugesagt hatte diesen Titel mit mir zu singen. Es ist auch ein sehr guter Song geworden und er kommt auch gut an. Das sehe ich daran, das eben viele Leute genau diesen Song von dem Album downloaden, was sicher auch damit zu tun hat das eben Tobi mitsingt, der durch Avantasia und Edguy eben recht bekannt ist. Wir haben viel Spaß gehabt im Studio und es war dann die „Revanche“ für 10 Jahre Avantasia, hahaha.
Einfach eine tolle Geschichte und Tobias war die Idealbesetzung für den Song und den Part.
Es ging ja auch darum einen Sänger zu finden, der stimmlich einen „kleinen Bruder“ rüberbringen könnte, ich hätte da auch etliche andere fragen können. Für ein anderes Duett habe ich auch noch viele Favoriten, die ich dann fragen würde.


Magst du mal ausplaudern, wenn du dir da so vorstellst, mit wem du eventuelle andere oder kommende Duette im Sinn hast?

Ach ja, das kommt drauf an. Das ist immer vom Song abhängig mit wem man da singen würde. Doch zum Beispiel einen Duett-Partner wie Glenn Hughes, das wäre eine tolle Geschichte. Jorn Lande, wenn das zum Song passen würde oder Russel Allen (Symphony X), wären alles so Sänger die ich gern hätte. Mir fallen sicher noch 10 andere ein, wenn ich weiter nachdenke. Doch es muss immer zum Song passen und mit der Aussage stimmig sein. Davon macht man das dann abhängig, für wen man sich da entscheidet.


Wie kommst du eigentlich an diese ganzen Projekte dran? Wie eben Ania und Genius. Wird dir das angeboten oder läuft das über Mund zu Mund Propaganda?

Viele Sachen sind als Kontakt über das Gate-Studio in Wolfsburg zustande gekommen. Mit Sascha Peth und Miro Rothenberg bin ich schon seit Jahren gut befreundet und wir arbeiten schon seit At Vance-Zeiten super zusammen. Die beiden waren auch bei den beiden Hartmann-Alben dabei. Für solche Produktionen werden natürlich immer irgendwelche Gastsänger gesucht oder Chorsänger und da ist das für die Jungs naheliegend mich zu fragen. Weil sie einerseits meine Arbeit als Musiker mögen und weil man sich kennt und jeder sich drauf verlassen, kann das alle einen guten Job machen.


Hast du denn mittlerweile schon wieder neue Song für eine nächste CD auf Lager?

So hier und da bin ich an neuen Lieder am arbeiten. Doch jetzt steht erst einmal im Vordergrund die Livemaschine ein wenig auf Vordermann zu bringen. Das wird so das nächste halbe ¾ Jahr so die Hauptpläne sein. Wenn dann zwischendrin noch Zeit ist, dann arbeiten wir natürlich auch an neuen Stücken. Es ist jetzt primär kein neues Album in Planung. Wir schauen wie es sich entwickelt im nächsten Jahr und dann gucken wir was kommt.


In einem unser letzten Interviews hast du ja erzählt, das du für viele Werbespots deine Stimme geliehen hast. Machst du das immer noch?

Das mach ich immer noch, zwar nicht mehr so oft wie früher doch ich bin immer noch dabei. Für einige Radiosender habe ich die Stationjingles gesungen, die Erkennungsmelodien von Radio FFH hier im Frankfurter Bereich oder Antenne Bayern auch und noch viele andere Geschichten in dieser Richtung. Das gehört hier so zu meinem täglichem Brot dazu.


Da kommt dir dann dein eigenes Studio sicher sehr entgegen?

Ja, es ist zwar ein kleines, sehr überschaubares Studio, ich nenne es immer das Ein-Raum-Studio. Aber es langt für das, was ich brauche. Ich kann hier größere Produktionen vorbereiten oder kleinere Sachen mache ich hier komplett. Gitarren spiele ich immer hier, nur für das Schlagzeug gehe ich immer wo anders hin. Da bin ich nicht so firm drin, was das mischen von Schlagzeug oder das Abnehmen der Mikrofone angeht. Das überlasse ich dann doch lieber anderen. Im Prinzip bereit ich fast alles bis zum Mix hier zu Hause vor und in der Regel mache ich meine neuen Platten zu ¾ alle hier im Studio fertig. Zum Mischen gebe ich meine Sachen dann meist zu Sascha Peth in Gate-Studio. Was dann aber auch gut ist, wenn man lange ganz alleine an einer Produktion gearbeitet hatte, dann wird man schon ein wenig betriebsblind. Dann hörst du gewisse Sachen nicht mehr, als wenn da jemand anders objektiv und offenkundig dran geht. Da bin ich dann froh den Sascha und den Miro da zur Hand zu haben. Miro kümmert sich in der Regel immer um Streicher und Keyboard-Arrangements. Die ich ja schon vorbereitet haben und er dann aber ein Top-Mann dafür ist, das fertig zu machen und zu gestalten. Der Sascha ist eine superrechte Hand, was Produktion und Mix angeht, auch was seine Erfahrung betrifft. Mir ist es dann auch wichtig das jemand die Musik, die Hartmann macht, auch kennt, mag und versteht. Da brauche ich nicht einen großen Namen für die Produktion, der das dann nur als Job sieht.
Oder jemand der die Produktion in eine Richtung drücken will, wo ich es gar nicht hinhaben will. Da verstehe ich mich auch super gut mit dem Sascha. Klar gibt es hin und wieder auch mal Differenzen. Doch da wo Reibung entsteht, da geht es auch immer wieder nach vorne und das ist für jede Produktion wichtig und das ist auch gut. Am Ende zählt nur das Ergebnis und bisher hat es immer gut funktioniert.


Wie sieht es denn nun an der Live-Front für euch aus? Ihr habt da ja in diesem Jahr noch einiges an Dates u.a. die mit Y&T in Aussicht, aber mal eine längere Tournee oder so, geht da nicht was?

Zusammenhängende Tour haben wir in den ganzen Jahren ja leider nie so hingekriegt. Das waren immer so Teile von einer Tour, wie eben das mit Toto, The Hooters oder kürzlich Uriah Heep. Wie du sagst, werden das mit Y&T ja im Herbst auch „nur“ ein paar Gigs in Folge sein, da kommt vielleicht noch was dabei. Bisher hatten wir leider erst mal nur 7 Termine an einem Stück gespielt. Das ist für uns als Band ja auch ein finanzieller Aspekt, sich einfach mal als Support für eine komplette Tour mit drauf zu booken. Ich bin momentan aber ganz glücklich, dass wir 2010 mehr Live-Auftritte haben als wie bisher. Dazu noch die regionalen Festivals und paar andere Sachen im Herbst und Winter. Würde uns natürlich mal freuen, wenn es mal eine komplette Tour in Europa zu fahren.
Wir kriegen es ja auch über das Internet, wie Facebook und Co mit, das die Fans uns fragen, kommt doch mal auf Tour. Ist natürlich schwierig für einen Termin mal nach Spanien, Südamerika oder Frankreich zu fahren. Das muss dann auch finanziell funktionieren und organisiert sein. Ich hoffe, dass es in nächster Zeit da mal was möglich wird.


Ich würde dich gern mal fragen, ob du schon mal an eine At Vance Reunion Gedanken verschwendet hast? Oder hast du da möglicherweise schon mal Anfragen bekommen in der Richtung?

Mit At Vance habe ich komplett abgeschlossen. Musikalisch wäre ich da sicher nicht abgeneigt, wir haben zusammen vier Scheiben gemacht, die ich immer noch sehr gut finde. Gerade das Album „Only Human“ war für mich ein Hammer. Musikalisch mache ich ja noch öfter solche Sachen, die in die Richtung Neo-Klassik-Metal gehen.
Aber leider gab es da persönlich so große Differenzen, die auch bis heute nicht aus dem Weg geräumt sind, das es da für mich persönlich kein Interesse an einer At Vance-Reunion besteht.
Außerdem bin ich mit Hartmann so glücklich und zufrieden, wie es mittlerweile läuft. Bin gerne Mal bereit für Projekte als Gastmusiker/Sänger mitzumachen, lehne aber in der Regel Platten ab auf denen ich alles Singen soll. Ich möchte meine komplette Zeit und Energie völlig auf Hartmann konzentrieren und nicht auf zu vielen Baustellen agieren.


Also du möchtest dann quasi nicht überpräsent werden? So wie es einige andere Sänger ja leider mittlerweile sind.

Als Gastsänger ist das auch gar nicht so verkehrt, man muss als Musiker natürlich immer ein wenig aufpassen, das man sich nicht zu viel in Projekte verrennt. Einfach um den Leuten ein klares Gesicht zu geben, wer man ist, was man macht und wo es musikalisch lang geht. Das ist natürlich jedem seine eigene Entscheidung und muss jeder für sich selbst entscheiden.
Ich bin da auch nicht so der Freund von diesen All-Star-Bands/Projekten, wo dann alles 2 Monate was Neues rauskommt und das Line-Up ständig ausgetuscht und durchgewürfelt wird. Das wird dann für mich persönlich dann auf die Dauer sehr langweilig. Da fehlt dann das Beständige, was man mit einer Band hat und man dann auch noch eine 2te oder 3te Platte machen kann. Nicht immer nur so Eintagsfliegen. Wo man dann nicht die Einheit erkennen kann, die eine richtige Band ausmacht.


Ich habe jetzt eine spezielle Frage an dich. Mit deinem Label bist du ja nun dein eigener Chef, doch gehen wir mal so 10-15 Jahre in die Zukunft. Hartmann sind bei einem großen Label und sehr bekannt geworden. Eure Plattenfirma plant ein Hartmann-Tribute-Album und du kannst jetzt mal Bands und Künstler raussuchen, welche deine Songs spielen sollen.

Das ist natürlich sehr schwer. Eine gute Frage…(Lacht). Mich würde es mal interessieren einen Hartmann-Song von einer Band wie Toto, Journey oder vielleicht auch Survivor und Foreigner zu hören. Von diesen Bands, das täte mich interessieren. Wahrscheinlich wäre es dann noch viel viel interessanter zu hören von Bands, welche sich fern ab von diesem Genre bewegen und einfach zu hören was dabei raus kommt. Offen wäre ich da auf jeden Fall für alles. Ein Rocksong komplett umorchestriert, das wäre interessant. Oder ein Singer/Songwriter oder von einer bekannten Popband –die ihren eigenen Sound hat, um mal zu schauen was die damit macht.
Ich selber höre von A bis Z alles an Musik, von Pop, Rock über Klassik bis hin zu Jazz oder Blues. Für mich ist es wichtig, das es gut ist. Es gibt überall gute und schlechte Musik, da muss man sich die guten Sachen für sich eben rauspicken.


Kannst du eigentlich Leute verstehen die sich nur auf ein Genre eingeschossen haben? Die sagen ich höre nur Melodikrock oder nur True-Metal?

Verstehen kann ich es auf eine Art. Das ist dann für die Leute eine sichere Sache, da muss man sich nicht auf Neues einlassen. Anderseits ist es Schade und es gibt so viel gute Musik auf dieser Welt und wenn man da etwas mehr Open Minded ist und die Scheuklappen ablegt gibt es viel Gutes zu entdecken. Musik muss immer zu der Stimmung passen und in jeder Musik kann was Schönes drin sein. Es ist eine Thematik für eine Band wie Hartmann, anstelle einer Band, die man leicht in eine Schublade stecken kann und die nur ein Genre bedienen. Ist dann für viele nicht ganz einfach und die Vermarktung für so eine Band dann nicht mehr so ganz einfach. Wichtig ist das die Musik und nicht das Finanzielle im Vordergrund steht. Sicher ist es für eine Band schön, wenn man dementsprechend Platten verkauft und man dann auf Tour gehen kann. Doch es bleibt einzig die Musik wichtig. Sie sollte authentisch sein und da reicht es meist schon wenn man einfach das tut was man gerne macht. Das machen wir mit Hartmann und das kommt bei den Fans auch gut an.


Da hast du ja jetzt ein tolles Schlusswort geliefert. Oliver, ich bedanke mich und überlasse dir die letzten Worte für das Interview.

Kein Ding, ich danke dir für das Interview.




Datum: 15.08.2010 - Autor: Jörg




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