We just do It!

Soulfly-Eine Band welche die Metalfans spaltet. Die einen mögen sie und den anderen ist es einfach „zu viel des Guten“. Ich mag komischerweise Soulfly lieber als Mx Cavalera seine alte Band Sepultura, die für mich nie wirklich so interessant waren wie ihr Status mal war.
Ich versuchte schon seit dem Release des neuen Albums „Omen“ ein Interview mit der Band zu bekommen, doch irgendwie klappte es mit einem Phoner-Termin nie so richtig. Bei der Show in der Bochumer, Matrix sollte es dann endlich hin hauen.
Wie gewohnt ohne Schwierigkeiten gelang es mir den Interviewpartner, Drummer Joey Nunez aufzutreiben und schon saßen wir wieder auf den Sofas des Backstagebreiches und plaudern locker und entspannt über Soulfly und alle anderen Dinge. Mir ist mit Joey ein Gesprächspartner untergekommen, der sich wirklich und spürbar für das Interview begeistern konnte. Alleine seine ständigen Gags und das Lachen machte das Inti wieder zu einem ganz tollen Gespräch.


Joey, nach dem wir dich nun aus den Federn geholt haben, lass uns mal ein klein wenig plaudern. Kennst du unser Webzine zufällig?

Es wurde jetzt in dem Zusammenhang mit dem Interview öfters erwähnt. Ich bin gerade sehr froh das ihr nicht mit einer Kamera ankommt und davon ein Video macht. Da bin ich immer völlig nervös.


Wie lange seit ihr denn jetzt schon in Deutschland auf Tour? Ich meine ihr seit nach dem Albumrelease immer mal wieder hier aufgetaucht.

Also die „Omen“-Tour haben wir schon Anfang oder Mitte Mai angefangen. Wenn ich mich da richtig erinnere. In Europa haben wir ungefähr 10 Wochen getourt. Dann haben wir 2 Wochen daheim 2 Wochen Urlaub gemacht und sind nun wieder zurück für weitere 2 Wochen. Die Zeit in der wir in Deutschland unterwegs waren, also in den letzten 3 Monaten, wenn ich alles zusammen zähle sind ca 1 ½ Wochen..


Ich habe schon eher versucht ein Interview zu bekommen. Aber es war Recht schwierig euch irgendwie an Telefon zu bekommen, so habe ich mich dann für diese Variante bei einem Konzert entschieden. Persönliche Interviews sind eh die interessantesten.

Richtig, da gebe ich dir Recht.


Lass uns mal ein wenig über „Omen“ reden. Ihr habt nun wieder eine etwas andere Richtung eingeschlagen als auf „Conquer“. Die Scheibe war purer Thrash-Metal und nun geht ihr mehr in die Punk/Hardcore-Ecke. Was das so eine Art natürliche Progress beim Songwriting oder habt ihr es sozusagen drauf angelegt mehr in diese Richtung zu machen?

Das es mehr eine bewusste Entscheidung die Max beim Songwriting getroffen hatte. Es sollte mehr in die Hardcore-Richtung gehen. Für mich ist die Scheibe sehr anders, weil ich nicht nur sehr schnell spiele. Auf „Conquer“ war es volle Pulle Thrash/Speed und das liebe ich zu spielen. Auf „Omen“ waren die Riffs von Max nicht mehr so schnell und es wurde mehr gegroovt und eben Hardcorisch. So wie beim Song „Rise of the Fallen“, da war es einfach nicht nötig richtig schnell zu spielen. Durch den Groove wurde alles auch sehr straight und wir kommen so schneller zum Punkt. Bei Max kommt es immer auf das Gefühl an, was er beim ausdenken der Lieder hat. Und ich habe es auch gefühlt, das es so nun gut klingen wird.
Es gibt ja auch schnellere Songs wie „Bloodbath and Beyond“ –das war übrigens der erste Song den wir aufgenommen hatten, der ja auch recht schnell ist, nur eben anders. Als wir den Song dann fertig hatten, sagten wir uns okay, so wird es dieses Mal laufen. Das hat sozusagen das Eis gebrochen. Du kannst sagen das „Bolodbath and Beyond“ die Stimmung und die Richtung für das gesamte Album vorgeben hatte.
Jede Platte welche Max bisher gemacht hatte war anders als der Vorgänger. Ich glaube nicht das es 2 Platten von Max gibt, die genau gleich klingen. Er ist so dynamisch und variabel wenn an die Aufnahmen geht.


Seit dem „Dark Ages“-Album sind ja auch diese Tribal-Einflüsse/Musik immer weniger geworden. War das so geplant, das dieses Element immer mehr verschwindet? Auf „Omen“ gibt es das ja eigentlich nur im Instrumental-Stück „Soulfly“. Oder hattet ihr davon die Nase voll?

Von dem ganzen Tribal-Krams? Okay, das verhält sich so. Das ist ein sehr großer Teil von Max Cavalera, er hat seine Wurzeln in Brasilien und er ist immer noch damit verbunden.
Als Soulfly angefangen haben, mit den ersten 3 Platten und dann auch „Prophecy“…die hatten ein sehr starken Tribal-Einfluss und diese Musik war dort sehr präsent. Es war schon toll so wie es ist, doch es wurde irgendwie immer mehr. Die Leute suchten schon Begriffe wie „Tribal-Metal“ raus um uns zu beschreiben. Wir kamen einfach an einen Punkt wo wir uns ein wenig verändern wollten. Ich habe dann einfach mal angefangen etwas mehr geradeaus zu spielen und Max fand das gut und hat sich dann dran orientiert. Du wirst immer irgendwo in einigen Songs etwas von diesem Tribal-Ding bei uns finden. Es ist nicht mehr der Schwerpunkt in unser Musik, wir haben dann entschieden mal was anderes zu machen. Es ist nun was Frisches.


Es ist aber nicht ausgeschlossen das es beim nächsten Album wieder stärker auftaucht?

Nein, das kannst du nicht ausschließen. Wenn wir das jetzt planen würden oder eine komplette Platte in diesem Stil machen würden, wäre es ja auch völlig langweilig. Also wenn wir wüssten was noch alles kommt.


Wie haben denn eure Fans so auf diesen „Stil-Wechsel“ reagiert?

Ich muss ehrlich zugeben ich war von den Fanreaktionen sehr überrascht. Weil die sind da völlig drauf abgegangen (er macht ein komisches Geräusch). Ich wusste nicht was ich erwarten konnte und wie die Fans reagieren werden.
Doch nachdem die Platten raus waren sind die Fans voll drauf abgefahren und haben alles in sich aufgesogen. Sie stehen auf die neuen Songs und feiern sie ab.


Wie sehr steht „Omen“ im Mittelpunkt auf der Tour?

Es wird immer mehr. Es kommen mehr Songs in die Setlist als noch am Anfang der Tour. Wir haben „Kingdom“, „Rise of the Fallen“, „Bloodbath and Beyond“ und …Mensch…es fällt mir gerade nicht ein, hahaha..Oh ja sicher „Lethal Injection“, da isser …haha (Beim Konzert wurde dann noch „Jeffery Dahmer“ gespielt ..Anmerk Jörg). Sind schon einige neue Songs die wir spielen.


Es wird doch sicher immer schwerer für euch eine ausgewogene Set-List für eine Tour zusammen zu stellen. Ihr habt selber etliche Klassiker und dann die Neuen.

Ja, das stimmt, aber die Set-Liste der „Omen“-Tour ist sehr interessant. Max hat fast alle Klassiker mit reingenommen. Die neuen Song haben wir gut darunter gemischt. Klar wollen alle auch die Klassiker hören, doch ich finde wir haben eine gute Lösung gefunden.


Bei euch tauchen dann ja auch noch die alten Sepultura-Songs auf, die auch unverzichtbare Cavalera-Klassiker sind. Habt ihr schon mal dran gedacht diese Lieder komplett weg zu lassen?

Weißt du, Max hatte das schon mal ein paar Mal gemacht. Was mich angeht, ich spiele dieser Lieder sehr gerne. Wir spielen jede Nacht „Roots bloody Roots“. Wir haben schon „Mass Hypnosis“, „Beneath the Remains“ dabei gehabt. „Troops of Doom“ ist aktuell auch wieder Mal mit dabei. Wir lieben es diesen Kram zu spielen…“Territory“…Mensch, das kannst du nicht weglassen. Wir spielen die Songs allerdings ein wenig härter. Wenn wir diese Songs spielen, dann sehen wir auch zu das es richtig in der Kiste rappelt ( er klatschst in beide Hände um das noch zu unterstreichen). Die Stücke sind bei uns um einiges heavier als auf den alten Platten.


Ihr spielt nun hier in einer recht „kleinen“ Halle. Ist das für euch eine Art „Back To the Roots“-Gefühl? Ich meine immerhin seit ihr auch Headliner von recht großen Festivals.

Es ist völlig geil und macht sehr viel Spaß. Es ist völlig anders als auf den Festivals. Wir sind näher an den Fans und es ist alles dynamischer. Die Energie kommt besser rüber und man fühlt sich mit dem Publikum mehr verbunden. In den kleinen Klubs ist die Kommunikation zu den Leuten im Publikum einfach besser und interessanter.


Was bevorzugst du persönlich? Die großen Festivals oder die Clubshows?

Ich mag Beides. Es ist immer eine schöne Abwechslung wenn du in kleinen Clubs eine Zeit lang gespielt hast ist das Gefühl bei einem großen Festival aufzutreten noch überwältigender. Immer so abwechselnd das ist genau das was ich sehr mag.


Ich wollte dich vorhin schon fragen, wie groß ist eigentlich dein Anteil am Songwriting bei Soulfly? Oder schreibt Max die ganzen Sachen allein?

Er ist nicht unerheblich. Im Grunde hat Max meisten die Ideen und die Riffs für die Songs, das stimmt schon. Er macht sozusagen die Songstruktur meist alleine. Er verlässt sich dann auf mich, das ich das Feeling für den Song entwickel und entdecke. Er hofft das ich und die anderen dann das Gefühl, welches er für den Song hat, auch spüren und dann mit arbeiten.
Das hat sich bei uns über die Jahre so entwickelt. Das haben wir schon ganz am Anfang gefühlt, das Max und ich diese Fähigkeit haben, sich sozusagen beim anderen einzuloggen. Verstehe was ich meine? Max kommt dann mit einer Idee an und spielt sie mir vor und ich reagiere dann. Es ist dann einfach da. Bumm! Fertig…schwer zu erklären.
Erst werden Harmonien und Strukturen ausgearbeitet und dann kommt Marc noch mit seinem Ideen dazu. Also jeder Input ist bei Soulfly wichtig und nicht unerheblich.


Wenn ich mir dir Musik von Soulfly anhöre stelle ich mir immer eine Art große Jamsession vor, wie die Songs entstehen.

In einer gewissen Art ist das auch so. Aber eine Jamsession kannst du nicht mit richtigen Songwriting vergleichen. Bei einer Jamsession weist du nie was passieren wird und was am Ende dann dabei rauskommen wird. Als Beispiel, die ganze neue Platte ist quasi im Studio geschrieben worden.
Wir haben auch nicht die Möglichkeit einen Song zu machen und den dann 8 Monate später mit dem gleichen Feeling aufzunehmen. Das funktioniert nicht. Wir proben unsere neuen Songs auch nicht Wochenlang bevor wir ins Studio gehen. Wir gehen einfach ins Aufnahmestudio mit unseren Ideen und tun es einfach. We just do it!!
Wir haben es auch schon anders ausprobiert, doch wir können das so machen und das funktioniert gut für uns. Das sagt eine Menge über uns und die Band aus. So können wir Platten machen und die Intensität unser Musik beibehalten. Mann merkt dann auch wie viel Spaß wir haben und das ist sehr cool. Ich nenne es den „Metalinstinkt“, das kommt bei uns ganz natürlich von innen. Das ist so die erste Reaktion ist meist die Beste und dann wird der Moment im Studio festgehalten.
An Songs und Ideen rum zu bastlen macht auch hin und wieder Spaß. Wir arbeiten so gut zusammen, das passt einfach und macht Spaß. Wenn wir dann eine großartigen Song haben und es kommt sozusagen aus dem Nichts, das ist es dann!! Es ist die Kombination der Leute, du kannst so nicht mit einem Haufen Arschlöchern zusammen arbeiten. Es muss auf dieser Basis einfach richtig passen. Klar, kann man auch mit Arschlöchern gute Songs schreiben, aber auf Dauer auch nicht....haha.


Wenn ich dich so beim erzählen beobachte, fällt mir auf du bist sehr begeistert und enthusiastisch. Bist du ein emotionaler/gefühlvoller Mensch?

Hmm, schwer zu sagen. Würde ich nicht unbedingt von mir behaupten. Klar wenn irgendwas Schlimmes passiert, dann trifft mich das auch. Doch ich bin nicht der Typ der weinend in der Ecke hockt.


Es kam mir gerade so in den Sinn, weil du bist sehr happy das wir hier reden.

Ja, es ist gerade eh eine tolle Zeit für mich. Weist du es läuft gerade alles super. Ich habe auch nicht so häufig die Möglichkeit Interviews zu geben. Ich genieße es gerade mit dir zu plaudern und ein wenig rum zu albern, haha…Wenn du nun gleich gehst werd ich sehr emotional und weine hahaha.


Warum gibst du kaum Interviews? Liegt es daran das alle wenn es um Soulfly geht mit Max reden wollen?

Hm, ich weiß nicht warum ich kaum Interviews gebe. Sicher die Leute möchten alle am liebsten mit Max Cavalera sprechen. Ist auch klar, er ist der Mann eben, er schreibt die Songs und so.
Ich mag es Interviews zu geben und hin und wieder bekomme ich auch die Möglichkeit welche zu geben. Die meisten Interviews gebe ich dann auch für Drum-Magazine und so, das sind dann viele Fragen übers Schlagzeugspielen und mein Drumkit.


Sorry, ich hab keine Fragen übers Schlagzeug spielen, hahaha....

Kein Problem,hahaha…Ich habe aber auch schon sehr beschissene Interviews erlebt. Da wurden mir völlig seltsame und bizarre Fragen gestellt. Da kommen Leute an und die wissen noch nicht mehr wer wir sind. Die haben nichts dabei, noch nicht mal einen Stift und ein Blatt Papier wo sie sich was aufschreiben,…geschweige denn ein Aufnahmegerät. Das war völlig Blöde und da habe ich dann auch mal eine Zeit lang entschieden keine Interviews mehr zu machen. Aber mittlerweile mache ich es ganz gerne wieder.


Ich habe dann mal eine Frage für dich, wo ich wissen möchte wie du dich auf eine längere Tour vorbereitest wenn du noch zu Hause bist?

Ich packe alle meine Sachen zusammen und dann ab zum Flughafen. Ach ja, vorher bin ich immer sehr damit beschäftigt um heraus zu finden wann ich denn nun los muss hahaha…(lacht sich kaputt). Mehr nicht.


Keine besondere Rituale oder so???

Ach, Mensch…so was???
Also manchmal mache ich ein Lagerfeuer und röste dann Kekse und Marshmellows. Dann renne ich um das Lagerfeuer und dann wieder anders rum und singe etwas. Danach springe ich einige Saltos über das Feuer und fahre dann auf schnellsten Weg zum Flughafen ( hier gucken wir uns beide ernsthaft an und brechen dann in amtliches Gelächter aus)…

Nein, es findet nichts Verrücktes bei uns statt.


Hahaha. Du bist Einer. Ich hatte allerdings nichts Verrücktes im Sinne als ich dir diese Frage stellte.

Klar, bereitet man sich auf so was vor. Wenn man 10 Wochen lang weg ist von Zu Hause. Mann trifft sich mit seiner Familie. Du weißt ja nie wer krank wird oder möglicherweise sterben wird…wenn es ganz Dicke kommt. Wenn so was passiert dann sind dir echt die Hände gebunden. Du weißt ja nie was kommen wird. Es kann ja sein das dich deine Familie braucht, das ist eben eines der Opfer die wir bringen müssen wenn wir auf Tour gehen.
Es ist schon sehr hart wenn es Momente gibt wo du gebraucht wirst und einfach nicht dort sein kannst, weil du eben 500 Meilen weit weg bist.
Guck mal gestern waren wir noch in der Türkei und die Reisen sind nicht immer so einfach. Das ist so einer von der Teilen wo ich immer ein wenig seltsam werden, weil uns kann ja auch etwas passieren.


Was hörst du dir für Musik an? Du privat, wenn du daheim bist.

Eine ganze Menge Zeugs. Alles verschieden. Klar mag ich Metal. Dann auch Rock und auch Reggae. Auch mal gerne Drum`Bass und den ganz alten New York-Breakdance-Style. Ich höre sogar Jazz.


Wie ist das bei euch im Tourbus, hört ihr da auch noch viel Musik und vor allem Metal oder so? Ich habe schon von einigen gehört, das sie kaum Musik hören wenn sie dann unterwegs sind.

Das ist bei mir genauso. Max ist da anders, der hört ständig Musik. Heute haben die Leute alle ihren Ipod und so hören sie ihre Musik für sich. Ich höre mir kaum Musik an wenn ich auf Tour bin. Hin und wieder sicher Mal, so als Inspiration. Dann aber auch weniger Metal.
Ich nutze die Zeit dann lieber um meine Batterien wieder aufzuladen.


Schaust du dir in den ganzen Städten und Ländern auch mal was an? Oder bekommst du da mehr oder weniger nur die Halle, den Club oder das Festivalgelände zu sehen?

Ja, das versuchen wir immer, wenn es möglich ist. Das ist auf einer Tour dann leider wegen des strammen Ablaufes nicht immer so möglich. Meist müssen wir die Orte wieder sehr schnell verlassen.


Wie sieht der Rest deines Tages auf Tour aus? Wenn eben nicht das Konzert ist. Einfach nur langweilen?

Ich versuche mir am restlichen Tag meine Energie aufzusparen und zu konservieren. Die ganze Energie zu bündlen und die dann, wenn die Show ist, so richtig raus zu lassen.
Ich ruhe mich dann halt aus, ich mache ein wenig Stretching und Übungen. Oder ich kommuniziere mit meiner Familie übers Internet.
Eine oder zwei Stunden vor der Show versuche ich ein wenig zu schlafen. Wenn ich dann aufwache bin ich dann voller Energie für die Show. Schlaf ermöglicht mir mich zu regenerieren.


Ist das eigentlich schwer oder möglich auf Tour oder in einem Tourbus gescheit und länger zu schlafen? Wenn da alle um einen rumturnen.

Da gewöhnst du dich mit der Zeit dran. Du kannst dann wirklich gut schlafen mit der Zeit. Ich kann wunderbar schlafen.
Glaube es mir oder nicht, ich schlafe zu Hause schlechter als auf Tour. Das ist wo wir drüber geredet haben. Im Bus hast du immer diese Bewegung und der Bus wackelt. Wenn ich dann zu Hause in meinem Bett liege und alles ist ruhig…dann uh, …fehlt mir was. Mann muss sich sozusagen wieder mit dem eigenen Haus anfreunden und dran gewöhnen. Ist schon für mich komisch wenn ich wieder zu Hause bin.


Da hört man öfter von Musikern das sie, wenn sie nach einer langen Tour mehr oder weniger in eine Art Loch fallen. So vom Kopf her, verstehste was ich meine?

Ja, das kenne ich. Das ist dann wie ein Zeitsprung. Zuhause ist dann alles wieder „normal“ und ruhig. Wenn du dann zum Flughafen gehst und das Flugzeug besteigst, dann ist das wie eine Art Zeitmaschine bzw. das bringt dich dann irgendwie in ein anderes Leben.
Ich lebe dann ja sozusagen 2 Leben. Es ist auf eine Art manchmal seltsam. Doch du gewöhnst dich dran. Es bleibt spannend.


Super, danke dir Joey. Das waren dann meine Fragen. Hast du noch ein paar abschließende Worte für unsere Leser?

Es war mir echt eine Freude mit dir zu reden. Ich möchte mich bei euch und allen herzlich bedanken. Wir sehen uns später.




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Datum: 28.08.2010 - Autor: Jörg




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