Bronz - Carried by the Storm
4.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
Your Tune Records
Besetzung
Gesang: Ian Baker
Gitarre, Synth: Shaum Killpatrick
Gitarre: Michael O`Donoghue
Bass:Lee Reddings
Schlagzeug:Clive Edwards
Gitarre, Synth: Shaum Killpatrick
Gitarre: Michael O`Donoghue
Bass:Lee Reddings
Schlagzeug:Clive Edwards
Tracklist
1. Can`t live without your Love
2. Carried by the Storm
3. Man Girl Machine
4. There`s a Reason
5. When the Lights die Down
6. You and Me
7. One More Time
8. Tell Her
9. Two Silhouettes
10. Figure in the Dark
11. Dangerous Game
2. Carried by the Storm
3. Man Girl Machine
4. There`s a Reason
5. When the Lights die Down
6. You and Me
7. One More Time
8. Tell Her
9. Two Silhouettes
10. Figure in the Dark
11. Dangerous Game
Datum: 01.07.2010 - Autor Jörg
Die britischen Band Bronz sollte möglicherweise der ein oder andere noch kennen? Zumindest deren MTV-Hit „Send down an Angel“ vom ersten Album „Taken by the Storm“ (1984). Nein? Kennt ihr nicht? Keine Sorge, dann geht es euch wie mir. Jetzt gibt es dann „Carried by the Storm“, das zweite Bronz-Album von 1985, welches damals aufgenommen wurde, dann aber nie veröffentlicht wurde. -Kurze Pause für Applaus-.
Der eingefleischte AOR/Melodik-Rock-Experte wird jetzt sicher sagen: Wie können die das Album bzw. diese Band nicht kennen? Weil es wohl schon Anodunnemals kaum jemanden gekratzt hat was Bronz so machen. Sicher sollen sich von Debüt allein in den USA 200000 Stück verkauft haben. Es wird wohl seine Gründe gehabt haben warum „Carried by the Storm“ damals im Lager der Plattenfirma verblieb und nicht auf die Horden von gierigen Bronz-Fans los gelassen wurde.
Songs wie „Girl&Machine“ sind netter, belangloser US-Pop-Rock mit Bläsereinsatz, nahe dem Westcoast. Alles glatt und völlig auf den damaligen Radioeinsatz in den USA zugeschnitten. „Can´t live without your Love“ könnte durchaus noch Fans von Loverboy, 10 CC oder Chicago rein laufen. Ist auch meiner Meinung nach mit einer der besten Songs auf dieser CD. Wenn es dann mit „There`s a Reason“ balladenhaft wird, dann wird es schwülstig und kitschig. Ich mag AOR und auch hin und wieder Pop-Rock von Bryan Adams oder Def Leppard und wenn Bronz dann mit „When the Lights die down“ auch mal ein wenig kerniger anfangen zu rocken, keimt in mir wieder die Hoffnung doch noch ein paar gute Stücke mit Rock-Attitude und nicht elenden Pop-Schmodder zu hören. „You and Me“ erinnert mich leicht an alte Marillion, doch ohne an deren einmalige Klasse heran zu reichen. Der Refrain wird dann wieder zuckersüß und schmalzig.
Stellenweise werde ich an die mittelmäßige Phase der Praying Mantis erinnert, welche diese auch hatten. Doch selbst im süßen Keyboard-Schmalz konnten die Praying Mantis immer noch bessere Stücke fabrizieren wie Bronz. Ich möchte jetzt „Carried by the Storm“ nicht völlig madig machen, denn irgendwo auf dieser Welt wird sich jemand über den Release dieser CD ein Loch in den Bauch freuen. Die Aufmachung des Albums ist okay, mit Story und vielen Bildern von damals, so das auch optisch in Erinnerungen geschwelgt werden kann. Die Produktion und der Klang der Scheibe ist auch einwandfrei, da wurde schon anderer Raubbau mit alten Scheiben getrieben und weitaus unwertiger Wieder bzw. Erstveröffentlicht.
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