Burning Black - Mechanic Hell

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
Limb Music

Besetzung
Gesang: Dan Ainlay
Gitarre: Eric Antonello
Gitarre: John Morris
Bass: AJ Simons
Schlagzeug: Will Oswin

Tracklist
1. Reckoning Day
2. Our Sentence
3. MechanicHell
4. Purgatory Child
5. Secrets To Hide
6. Reborn From My Sins
7. Hero Of The Century
8. Dangerous Game
9. Dust And Rain
10. Messengers Of Hell
11. Victims And Tortures

Datum: 17.12.2009 - Autor Claudio
Burning Black kenne ich nicht, egal ob sie schon zwei Demos und eine CD veröffentlicht haben. Denn da sie Metal machen und aus Italien kommen, hab ich mich gleich mal auf Drachen, Schwerter und Tüdelü Schlonz eingestellt, also die Musik die mir direkt Akne beschert und was passiert ? Beim ersten Durchlauf von “Mechanic Hell” habe ich dann direkt ein großes Stück aus meinem Schreibtisch gebissen, da ich mal wieder meine Vorurteile habe gewinnen lassen und eine Band missachtet habe, die eigentlich in meinem Beuteschema baumelt.

Nix Drachen, nix Schwerter und auch kein Tüdelü, sondern echter, wahrer Power/Heavy Metal, den man eher in amerikanischen Gestaden als in Südeuropa erwarten würde. Auch Priest Anleihen werden immer wieder auffällig, was besonders an Sänger Dan Ainlay liegt, den man durchaus als eine Mischung aus Rob Halford, zu guten Zeiten, Tim Owens und Warrel Dane bezeichnen kann. Wer jetzt glaubt, dass Burning Black in die True Metal Ecke gehört, dann muss ich auch enttäuschen, denn so klassisch die Italiener auch klingen, für True Metal sind sie einfach nicht rumpelig und dilettantisch genug und die Melodien sind zu offensichtlich. Natürlich kann die Band das Rad nicht neu erfinden und so klingt manches vielleicht direkt bekannt, aber dennoch Frisch und nicht wie zusammengeklaut. Wie es sich für eine Metalband gehört, treiben sich Burning Black nicht nur in Up Tempo Gefilden herum, sondern bewegen sich auch in gefühlvolleren, langsamen Regionen und das ohne aufgesetzt oder pathetisch zu wirken. Man merkt in jeder Minute, dass es sich bei den Italienern nicht um junge Hunde handelt, die gerade entdeckt haben, dass man Metal auch spielen und nicht nur schmieden kann. Die Gitarrenläufe, die Rhythmik, einfach alles lässt darauf schließen, dass die Italiener einen großen Plan hinter ihrer Musik zu haben scheinen. Und zwar den, nicht nur zu zeigen, dass es noch Metal Bands gibt die nicht nur True erscheinen wollen, es aber schlussendlich sind, oder Musiker die jedem zeigen müssen, wie toll sie doch ihr Instrument beherrschen, sondern Musiker die einfach Spaß an dem Umstand haben, dass sie Mitstreiter für eine Sache gefunden haben, die wahrscheinlich niemals den Lebensunterhalt sichern wird.

“Mechanic Hell” ist eigentlich eine einfach zu beschreibende Scheibe, sie ist wirklich nur eines und zwar Heavy Metal. Sie hat Melodien, sie hat richtig gute Songs und Musiker sind am Werk, die auch beides umsetzen können. Natürlich gibt es auch genug Bands, die sich auch dieser Art von Musik verschrieben haben, aber die Sammlung der Fähigkeiten der einzelnen Musiker macht halt zumeist den Unterschied und so können sich die Herren von Burning Black von einem Großteil der Konkurrenz absetzen. Eigentlich befinden sich die fünf Italiener auf Schlagdistanz zur Genrespitze und ich hoffe inständig, dass dies auch der breiten Masse auffällt. Eigentlich sollte das bei Songs wie “Purgatory Child” kein Problem sein. Außer eben jenem Song, der mich an die Dänen Pretty Maids erinnert, will und werde ich keinen Anspieltipp geben, denn jeder Song kann und sollte für sich alleine stehen, außerdem sollte wirklich jeder Fan harter, melodischer Metallmusik “Machanic Hell” wenigstens mal zur Probe gehört haben. Mir gefällt dieses Album, denn es ist einfach eine Wohltat zu hören, dass es noch Bands gibt, die auf genau die Dinge wert legen, die für mich diese Art von Musik ausmachen und so ist “Mechanic Hell” echt ein Fels in der Brandung von Selbstdarstellern und ihren geifernden Freunden.

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