Communic - Waves of Visual Decay

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
Nuclear Blast

Besetzung
Oddleif Stensland : Guitars & Vocals
Tor Atle Andersen : Drums
Erik Mortensen : Bass

Tracklist
1. Under a Luminous Sky
2. Frozen Asleep in the Park
3. Watchign it all disappear
4. Fooled by the Serpent
5. Waves of Visual Decay
6. My Bleeding Victim
7. At Dewy Prime
Bonus:
8. Conspiracy in Mind (Demo Version)
9. Ocean Bed (Demo Version)

Datum: 21.07.2006 - Autor Rene
Nicht einfach in der Sommerhitze ein Review zu schreiben, da der Schweiß von meiner Stirn auf die Tastatur tropft und ich deswegen immer wieder mit den Fingern auf den Tasten ausrutsche. Noch schwieriger ist es eine Scheibe aus dem kühlen Norwegen zu besprechen wenn draußen die Sonne scheint, denn diese Musik strahlt eine emotionale Kälte aus, als ob sie in einem Iglu aufgenommen wurde, und passt gar nicht so zum aktuellen Wetter.



Egal, ich versuche trotzdem die zweite Scheibe der Senkrechtstarter so gut wie möglich zu beschreiben. Wie jeder weiß ist es verdammt schwer es ist als neue Band im Metallzirkus Fuß zu fassen. Communic haben es mit nur einer Platte geschafft, zwar nicht auf die originellste Weise, sondern als qualitativ guter Abklatsch einer allen uns bekannten Band, die ich hier nicht spezielle erwähnen möchte. Jawohl, das wird das erste Review dieser Scheibe sein dass KEINE Referenz zu der besagten Band aus Seattle enthält. Ich werde sie nicht mal beim Namen erwähnen, denn das irgendwie unfair Communic gegenüber, dass sie immer mit dieser Band mit dem Anfangsbuchstaben N verglichen werden. Obwohl Communic tönen zwar ähnlich wie Ne... Scheisse! Jetzt hätte ich es fast getan. Wer jetzt immer noch nicht weiß welche Band es ist, der hat die letzen Jahre hinter dem Mond gelebt oder hat mit Heavy-Metal allgemein so wenig am Hut wie Axel Rose mit Zuverlässigkeit.



Also dieses 2te Album der Band die ähnlich tönt wie die Band aus Seattle mit dem Anfangsbuchstaben N und mit diesem Blonden Sänger mit dem oberhässlichen Nasenpiercing, ist insgesamt gesehen nicht schlechter als das überzeugende erste Album. Beide Sänger sind übrigens blond, nur Communic haben den Vorteil dass der Sänger gleichzeitig noch die Gitarre bedient, und auch kein hässliches Piercing hat. Wie schon auf dem Debüt sind die Songs verdammt lang geraten, nur grade mal ein einziges Lied dauert weniger als 8 Minuten, aber es gibt dafür auch keines das länger als 10 Minuten ist. Auch die Songtitel sind recht lang und geben der Band einen gewissen intellektuellen Anspruch, "Frozen asleep in the Park" tönt irgendwie cool, und traurig gleichzeitig. Ich stelle mir vor wie scheisse es sein muss auf einer Bank im wunderschönen "Frogenpark" in Oslo zu erfrieren. Ich war zwar mal im Sommer in Oslo, und dort war es recht warm, aber ich kann mir Vorstellen dass es im Winter dort wirklich sehr kalt wird und man innert kürzester Zeit einfriert wenn man auf der Parkbank einschläft. Musikalisch gesehen ist der melancholische mit Thrash-Elementen verfeinerte Heavy-Metal von Communic nach wie vor ein Genuss für anspruchsvolle Hörer. Nur haben sie es meiner Meinung nach nicht geschafft das Debüt zu überbieten. Deshalb muss ich einen halben Punkt abziehen. Die Limited Edition enthält übrigens noch 2 Demo Songs vom Debüt, da merkt man auch irgendwie dass die Songs vom 1. Album irgendwie besser im Ohr bleiben als die neuen, die ich eher als sperrig bezeichnen würde.



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