Cruel Hand - Lock and Key

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2010

Label
Brigde Nine Records

Besetzung
Gesang: Chris Linkovich
Gitarre: Nate Manning
Gitarre:Cam Foley
Bass: Seger Dailey
Schlagzeug: Jeremy Breau


Tracklist
1. Lock and Key
2. Cruel Hand
3. Day Of Darkness
4. Broken Glass
5. Labyrinth
6. One Cold face
7. Rotations of Hurt
8. Dismissed
9. Two Fold
10. The Bottom


Datum: 28.07.2010 - Autor Jörg
VÖ: 30.07.10

Hardcore finde ich geil!! Es macht mir eine Menge Spaß mich durch immer wieder neue und energiegeladene Platten zu hören, neue Bands zu entdecken und mich auf den Konzerten auszutoben. Neben dem hören und der Begeisterung für Heavy Metal wächst in den letzten Jahren meine Liebe für Hardcore immer mehr. Dabei kommt es mir auch nicht so darauf an, das die Hardcore-Musik dann irgendwie innovativ oder große neue Impulse aufzeigt. Die Vermengung von Metal und Hardcore hat mich immer mehr an dieses Genre heran geführt, ich fühle mich auch auf den Konzerten wohler und seltsamerweise auch unbeobachteter, als wie noch bei Metalkonzerten –wo die Szenepolizei wacht.

Was hat das alles mit Cruel Hand zu tun? Eine Ganze Menge, denn als ich mich vor 2 Jahren mit dem Album „Pyring Eyes“ beschäftigte war ich schon angenehm überrascht. Obwohl die Song auf „Lock and Key“ von der Schlichtheit fast schon ähnlich sind und sich hier kaum große und gravierende Unterschiede finden lassen, kickt mich „Lock and Key“ noch ein wenig mehr als sein Vorgänger.

Old-School-Hardcore ohne Schnörkel und viel Gebrimmel hauen die aus Maine stammenden Kumpels im Downbeat raus. Sick Of It All stehen Pate und machen den Haupteinfluss aus. Auch die Suicidal Tendencies höre ich immer mal heraus, besonders wenn Sänger Chris Linkovich in Mike Muir-Artigem Sprechgesang daher kommt und diese nöllige und arrogante Feeling heraushängen lässt.

Allerdings hat der Thrash-Metal auch seine Spuren bei Cruel Hands hinterlassen. Erklärt mich für völlig bekloppt, aber der Schlagzeugsound klingt für mich irgendwie nach Metallica –so um das schwarze Album herum. Ich meine das Feeling welches die Drums bei Stücken wie „Labyrinth“ oder „Rotations of Hurt“ herausbeschwören. Bei „Rotations of Hurt“ wird dann am Anfang noch einmal Guitarhero-Like die Gitarre aufheulen gelassen, dann verfällt der Song in einen stampfenden Groove der richtig cool und amtlich abmetert. Klar, können Cruel Hands mit keiner Monsterproduktion Ala Metallica aufwarten und Hardcore-Puristen können aufatmen, hier wendet sich keine Band dem Mainstream-Markt zu. Ich rede vom Feeling welches man beim hören von „Lock and Key“ hat, das erinnert eben an die ehemalige Thrash/Speed-Kings. Um dem Metallica-Fan von Heute zu gefallen sind Cruel Hands immer noch zu derbe, zu krass und zu „Auf die Fresse“. Die Songs sind kaum länger als 2 ½ Minuten und es gibt kaum Zeit zum aufatmen. Doch fällt mir gerade auf, das ich die Metallica- Parallelen schon im Review zu „Prying Eyes“ erwähnte.

Neben dem aktuellen Sick Of It All-Album ist „Lock and Key“ von Cruel Hand im Hardcorebereich eines der großen Highlights in 2010, jedenfalls bisher. Kurz, knackig und ohne Kompromisse. Es liegt möglicherweise auch immer an den recht kurzen Spielzeiten der Hardcore-Scheiben das hier selten Langeweile aufkommt, denn auch Cruel Hand knacken nicht mal die 30 Minuten Spielzeit. Doch dafür hört man die Scheibe dann öfter und immer wieder mit Spaß inne Backen. So muss das, so will ich das und wenn dann noch bei „The Bottom“ ein kleines, beachtliches Gitarrensolo durch die Boxen gepfeffert wird, ist man auch um den musikalischen Anspruch nicht mehr besorgt. Kleiner Scherz…Das hier ist wieder echte Pit-Fighter-Mucke wo die Fäuste und Arme fliegen werden.





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