Erscheinungsjahr
1990
Label
RCA
Besetzung
Gesang: Joe Lynn Turner
Bass: Roger Glover
Gitarre: Ritchie Blackmoore
Keyboard/Orgel: John Lord
Schlagzeug: Ian Paice
Tracklist
1. King of Dreams
2. The Cut runs deep
3. Fire in the Basement
4. Truth Hurts
5. Breakfast in Bed
6. Love Conquers all
7. Fortuneteller
8. Too much is not enough
9. Wicked Ways
Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
So nun kommen wir mal zu einem „Problemkind“, den ich glaube kein Deep Purple-Album hat so viele Kritische Stimmen hervorgerufen wie „Slaves and Masters“. Es gibt recht viele Leute die meine etwas an der Scheibe herum meckern zu müssen, aber so schlimm ist es auch wieder nicht. Größter Kritikpunkt ist sicherlich das hier als Sänger Joe Lynn Turner am Start ist, der sich hier mal wieder nur für ein Album halten konnte. Er hatte dem Deep Purple-Sound, der hier auch kaum noch wieder zuerkennen ist, eine ganz andere Note gegeben. Ritchie Blackmore wird sich wohl gedacht haben, das Joe Deep Purple wie seine andere Band Rainbow zu neuen Schwung verhelfen würde, wie damals in den 80ziger geschehen. Leider ging das gewaltig in die Hose, wenn man das ganze vom kommerziellen Standpunkt her sieht. Die Scheibe bewegt sich, eben durch Turners Gesang, eher in die AOR-Richtung als wie es ein richtiges hartes Rockalbum geworden ist. So Arg ist die Sache aber nicht, der bekannteste Sound hier dürfte „King of Dreams“ sein, der sogar seinerzeit mit einem Videoclip unterstützt wurde. Hört man sich die CD ohne Vorurteile gegenüber Joe an, kommt man zu dem Schluss, sicher nicht die Beste Deep Purple-Scheibe, aber verfluchen braucht man das Album auch nicht. „Fire in the Basement“ hätte auch auf einem der beiden 80ziger Scheiben der Hardrock-Veteranen stehe können und hier lässt auch John Lord seine Orgel gut abrocken. Soll ich mir mal ein paar Feinde machen? JA? Gut, ich finde „Slaves and Masters“ sogar besser als wie das arg langweilige „House of blue Light“ oder das ätzende „Abbadon“ -Album Ende der 90ziger. Mittlerweile behaupte ich auch das die Scheibe, noch eines der schönsten Cover besitzt die man um eine Purple-Platte wickelte. Alles in Allem eine recht softe Scheibe, aber deswegen ist sie noch lange kein Murks. Kommt man hier sicher nicht an die großen Klassiker heran, doch gibt es in meinen Augen noch schwächere Depp Purple-CDs. Und man kann Joe Lynn Turner nicht die Schuld allein am Misserfolg der Platte in die Schuhe schieben, er hat zwar bei allen Songs mitgeschrieben, doch gehe ich mal davon aus das er hauptsächlich für die Texte verantwortlich war.