Grand Magus - Hammer Of The North
9.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
Roadrunner Records
Besetzung
Gesang/Gitarre: JB
Bass: FOX
Schlagzeug: SEB
Bass: FOX
Schlagzeug: SEB
Tracklist
1. I, The Jury
2. Hammer Of The North
3. Black Sails
4. Mountains Be My Throne
5. Northern Star
6. The Lord Of Lies
7. At Midnight They'll Get Wise
8. Bond Of Blood
9. Savage Tales
10. Ravens Guide Our Way
2. Hammer Of The North
3. Black Sails
4. Mountains Be My Throne
5. Northern Star
6. The Lord Of Lies
7. At Midnight They'll Get Wise
8. Bond Of Blood
9. Savage Tales
10. Ravens Guide Our Way
Datum: 21.06.2010 - Autor Claudio
Wie gesagt machte ich mir keine großen Hoffnungen, dass “Hammer Of The North” die Schweden wieder in den elitären Kreis meiner Lieblingsbands katapultieren könnte, denn ich kann einer Band eher richtig schlechte Alben, als mehrere, in meinen Ohren, mittelmäßige Veröffentlichungen verzeihen. “I, The Jury” erschallte aus meiner geplagten Anlage und schon war es soweit. Alle Ängste alle Sorgen, sagt man, gehen bei so einem Song verloren und dann, wenn alles nichtig erscheint, drücken die Schweden auch noch “Hammer Of The North” hinterher. Was aus den Boxen drückt ist kein Doom mehr, aber auch kein Versuch aus seinen eigenen Einflüssen vielleicht etwas “Anderes” zu kreieren. Nein, es ist Heavy Metal. Richtiger Heavy Metal, mit geilen Melodien, bratenden Gitarren und ohne das, was man heutzutage als Heavy Metal aufgetischt bekommt. Keine quietschigen Gesangsparts, keine Keyboardarien, die alles bis zum Zuckerschock vollkleistern. Nur brachialer, klassischer Heavy Metal, der sich seiner Vorbilder Sabbath, Dio, Priest, Deep Purple oder Maiden nicht schämt und niemals klingt, als ob man sich oder eben dieser Bands etwas beweisen muss.
Grand Magus sind TRUE ohne es zu wollen. Die meisten Bands, de meinen so was von True zu sein, klingen leider auch wie aus der Zeit als Sabbath noch Sabbath waren. Also für heutige Ohren eher anstrengend und gewollt. Doch Grand Magus lassen ihre Musik mit einer Produktion losstürmen, dass es eine wahre Freude ist. So und nicht anders muss Metal heute klingen und auch wenn Klischees bis zum Äußersten ausgeschlachtet werden, der Text meines absoluten Lieblings “Black Sails” ist nun einmal Wikingerufftata, macht es dem Hörer aufgrund der Power der Songs einfach nichts aus. Grand Magus sind einfach Metal ohne das der Gedanke an miefige Kutten oder kreuzdämliche Achtzigerverehrung aufkommt. Wegen Bands wie Grand Magus weiß ich, warum ich diese Musik höre und auch warum ich mit Bands wie Hammerfall nie was anfangen konnte.
Kurz und knapp., Grand Magus haben es geschafft “Iron Will” vergessen zu machen und ein Album abgeliefert, welches zeigt, dass nach dem Ableben von Ronnie James Dio noch Hoffnung besteht die Flamme des Metal am Leben zu erhalten. Sänger/Gitarrist JB liefert eine Arbeit ab, die sich vor Nichts und Niemandem verstecken muss und dies auch nicht sollte. Unterstützt von der gewaltigen Rhythmusarbeit seiner Kollegen Seb und Fox, der brachialen Produktion und des stimmigen Artworks, könnte man beinahe von DEM Album des Jahres sprechen. Für mich ist es jedenfalls die Überraschung des Jahres und ein Mensch, der nur leichte Metal/Hard Rock Affinität auf seinen Banner geschrieben hat, der nicht von Songs wie “I, The Jury”, “Black Sails”, “At Midnight They Get Wise” oder “Ravens Guide Our Way” gefangen wird, ist einfach nicht mehr zu helfen. Reckt die Fäuste, denn der Metal ist immer noch da und Grand Magus sind der untrügliche Beweis. Ein Wort noch: METAL !!!! Kaufen !!!! (okay, waren dann doch zwei Worte)
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