Guillotine - Blood Money
7.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2008
Label
Pulverised Rec
Besetzung
Gesang/Gitarre: Fredrik Mannberg
Gitarre: Daniel Sundbom
Bass: Nils Eriksson
Schlagzeug: Efraim Juntunen
Gitarre: Daniel Sundbom
Bass: Nils Eriksson
Schlagzeug: Efraim Juntunen
Tracklist
1. Insane Oppression
2. Rebellion
3. Insanity
4. Liar
5. Die/Live?
6. Sekelton City
7. Madness
8. Dying World
9. Welsome to Dying (Death,Destruction and Pain)
10. War
11. Our Darkest Day
12. Blood Money
2. Rebellion
3. Insanity
4. Liar
5. Die/Live?
6. Sekelton City
7. Madness
8. Dying World
9. Welsome to Dying (Death,Destruction and Pain)
10. War
11. Our Darkest Day
12. Blood Money
Datum: 02.11.2008 - Autor Jörg
Aufgrund des Underground-80ties-Thrash-Metal-Booms aus den USA in den letzten paar Jahren, der Bands wie Bonded by Blood, SSS oder die völlig überbewerteten Gamma Bomb an unsere Ohren gespült hat, könnte man meine das nun Schweden nachzieht und auch seine Retro-Bands in Feld schicken will. Doch dem ist nicht so, denn Guillotine sind schon etliche Jahre zuvor am Werke und sind schon seit 1995/96 dabei. Als Sideprojekt von Frederik Mannberg und Nils Eriksson gegründet worden, die bei ihrer Hauptband Nocturnal Rites wohl nicht ausgelastet waren. 1997 gab es auch das Debüt „Under the Guillontine“ und das ist nicht nur ein Uralter Song von Kreator, so klang das Album dann auch. Das Cover zierte eine thrashig-funny Sensenmann-Figur mit….Na? Klar, einer Guillontine im Hintergrund.
Bis 2007 wurde es dann recht ruhig um die Kopf-Kürzer-Macher-Band und nun begann man neuen Songs zu schreiben, welche uns nun in Form von „Blood Money“ vorliegen. Mann kann Mannberg nun Berechnung vorwerfen, gerade jetzt wieder aus den Löchern zu krabbeln, aber seinen wir mal ehrlich Nocturnal Rites interessieren doch seit Jahren keinen mehr richtig.
Der Sound auf „Blood Money“ wurde zwar nicht verändert, aber dennoch verfeinert und nun klingen Guillontine zwar immer noch wie die kleinen Brüder von Kreator nur wie diese zu Zeiten ihrer „Extreme Aggression“-Glanztat. Der Thrash der Schweden ist immer noch krachig und schnell, aber man hat das Rumpeln hinter sich gelassen, also nix mehr mit early Sodom, Destruction-Manier. Obwohl man Destruction nicht ganz außer Acht lassen sollte, denn der Gesang von Fredrik Mannberg klingt schon sehr wie Schmier, allerdings eher wie auf den Headhunterscheiben. Natürlich ohne die Screams, ich denke das wäre dann auch zu viel des Guten.
Songtitel wie „Skeleton City“, „Liar“ oder „Insantiy“ machen einfach Spaß und das headbangen setzt automatisch ein. Viele „typische“ Gitarrensoli veredeln die Songs und obwohl man sich fühlt wie mit einem guten alten Bekannten wirken die Songs auf „Blood Money“ nicht zu sehr angestaubt.
Wo die Briten Evile gekonnt die Bay Area zu einem, eigenen neuen Leben erwecken, so findet der Ruhrpott-Thrash der Spät80ger und Frühneuziger hier seine Verehrung und Verbeugung. Okay, bei „Die/Live?“ kommt mir schon sehr die Erinnerung an das Testament-Debüt in den Sinn. Was? „Over the Wall“-Sound-A-Like“? Irgendwie schon, aber macht Spaß. Hin und wieder könnten man meinen Schmier wäre bei Testament (so 1988 bis 90) eingestiegen.
Das Cover wurde von Kultzeichner Ed Repka (u.a. Megadeth, Evildead, Death) gemalt und ist wieder ein echter Hit geworden. Repka scheint in letzter Zeit eh wieder ein echt gefragter Mann zu sein.
Guillontine beweisen das auf ihrem 2ten Album, innerhalb von 11 Jahren, das man trotz eines stattlichen Angebots von neuen Bands sich durchzusetzen weiß. Ich habe echt nicht gedacht das „Blood Money“ so gut geraten ist.
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