Iron Maiden - The Final Frontier
7.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
EMI
Besetzung
Gesang: Bruce Dickinson
Gitarre: Dave Murray
Gitarre: Adrian Smith
Gitarre: Janick Gers
Bass: Steve Harris
Schlagzeug: Nicko McBrain
Gitarre: Dave Murray
Gitarre: Adrian Smith
Gitarre: Janick Gers
Bass: Steve Harris
Schlagzeug: Nicko McBrain
Tracklist
1. Satellite 15…The Final Frontier
2. El Dorado
3. Mother Of Mercy
4. Coming Home
5. The Alchemist
6. Isle Of Avalon
7. Starblind
8. The Talisman
9. The Man who would be king
10. When the wild wind blows
2. El Dorado
3. Mother Of Mercy
4. Coming Home
5. The Alchemist
6. Isle Of Avalon
7. Starblind
8. The Talisman
9. The Man who would be king
10. When the wild wind blows
Datum: 29.08.2010 - Autor Jörg
Es war nicht ganz so schlimm wie bei Judas Priest, denen ich irgendwie nach etlichen Jahren völlig enttäuscht die Fan/Freundschaft kündigte. Doch oft habe ich Iron Maiden nicht mehr die Ehre erwiesen.
Die Vorberichte zu „The Final Frontier“ las ich mit mäßigem Interesse und meine Neugierde auf die „neue Maiden“ tendierte irgendwie gegen Null. Werd ich schon irgendwann mal zu hören bekommen…..oder so ähnlich waren meine Gedanken. Dann schickte mir mein Japan-Kumpel das neue Album zu und ich hörte dann doch mal rein. Was soll ich sagen?
Ich bin überrascht!! Nicht völlig an die Wand gedrückt oder überrollt, aber dennoch positiv überrascht. Zudem die Scheibe eine Mörderische Spielzeit von 76 Minuten hat und ich nun wirklich kein Fan von solchen langen Scheiben bin. Das dann noch auf 10 Songs verteilt. Ich ahnte schon derbe Langeweile und Belanglosigkeit. Falsch!
Fangen wir mal an, das Intro „Satellite 15“, das dann in den ersten Song „The Final Frontier“ mündet ist zwar überraschend modern und sehr progressiv ausgefallen, aber eindeutig zu lang. Da quäle ich mich irgendwie durch bis zum ersten, guten Song. Dann folgt „El Dorado“, die erste Single und gefällt mir auf Anhieb. Toller galoppierender Bass/Gitarrenlauf und dann ein Ohrwurm-Refrain. Gibt es nichts dran auszusetzen.
„Mother of Mercy“ und „Coming Home“ sind dann zwei sehr kompakte und beinahe rockige Songs, die eher nach Bruce Dickinson-Solo klingen, als nach Eiserne Jungfrau. Aber das geht mir ins Ohr, vor allem „Coming Home“ punktet die Scheibe bei mir nach Oben.
„The Alchemist“ erinnert dann auch eher an die etwas spröde Phase mit „No Prayer for the Dying“ und lässt mich dann an „Be quick or be dead“ denken. Schneller Banger mit eingängigen Refrain. Ich sage mal der Song ist okay…nicht mehr und nicht weniger.
Dann geleitet uns „Isel of Avalon“ mit seinen 9 Minuten in die epische Phase von „The Final Frontier“. Ich mag ja Maiden-Epen wie „Alexander the Great“, „Seventh Son of a Seventh Son“ oder „Rime of the Ancinet Marnier“, doch in den Folgen-Jahren nach „7th Son“ war da meiner Meinung nach langsam die Luft raus. Okay, „Fear of the Dark“ gab es auch noch, aber dank der fleißigen DJ`s der Republik hängt mir das Lied echt zum Halse raus. Doch Iron Maiden können noch….und zwar mit „Starblind“, das Stück finde ich mal richtig großartig und gelungen.
Es fordert seine Aufmerksamkeit das Album, das gebe ich zu. Allerdings sind 5 Durchläufe innerhalb von 3 Tagen –bei einer CD von solcher Länge- bei mir schon beachtlich. Ich habe mich irgendwie an „The Final Frontier“ festgehört.
Von den letzten Epen, kein Stück unter 7 ½ Minuten ist dann „The Talisman“ das „schwächste“, wenn ich es im direkten Vergleich mit „The Man who would be King“ (ganz toll und groß) oder mit „When the Wild wind blows“ (für mich ein fast schon mächtiges Epos, das voll überzeugt in gesamter Länge) stellt. Quasi die letzten 20 Minuten von „The Final Frontier“ sind ein Episches Feuerwerk, was zwar nicht mit den Klassiker-Longwerken mithalten kann, aber schon sehr nahe dran kommt.
Lag es an meiner kompletten Null-Erwartungshaltung was „The Final Frontier“ angeht? oder haben es Iron Maiden dann doch noch mal geschafft ein Album zustande zu bringen, das dem Status der Band endlich mal wieder gerecht wird? Ich denke sie haben sich mal wieder irgendwie am Riemen gerissen.
Es ist zwar noch ein wenig zu früh, und den „Test of Time“ muss „The Final Frontier“ noch bestehen, um von einem neuen Klassiker zu sprechen. Doch Iron Maiden sind nach Jahren der Abstinenz mal wieder öfter Gast in meinem CD-Player und das noch mit dem aktuellen Album. Die Klassiker rotierten seit einiger Zeit auch wieder Mal öfter. Das beste Album seit „Brave New World“ für mich.
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