The Graveyard Train - Same

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1993

Label
Geffen rec.

Besetzung
Lead- and Background Vocals, Acoustic Guitar, Harmonica - Todd Griffin
Electric Gutars, Background Vocals, Keyboards - Bruce Draper
Drums - Robert Jezzi
Bass Guitar, Background Vocals - Frank Scimeca

Tracklist
1. Down To The Wire
2. Hell On Wheels
3. Memphis # 999
4. Walkin´The Line
5. Medicine Man
6. Graveyard Boogie
7. In The Orange Groove
8. Salvation Psalm
9. Spirits A Movin´
10. Love & War
11. Change The World
12. The Reason (I Love You)
13. Breakout

Datum: 18.04.2006 - Autor Psychobimbo
Das Album und die Band The Graveyard Train waren, obwohl bei Geffen Records unter Vertrag, eine Todgeburt. Warum? Dafür sind sicherlich mehrere Gründe verantwortlich. Einer davon mag gewesen sein das 1993 der Zug auf dem Markt für Bluesrockbands der Marke Cinderella abgefahren war und der Graveyard Train auf eben jener Heartbreak Station halt gemacht hat. Ach wenn Sänger Todd Griffin eher nach Bullet Boy Marc Torquien denn nach Aschenudel Tom Keifer klingt so ist die zu hörende Musik doch eindeutig an Größen wie Great White angelehnt und klingt urtypisch nach Railroad Richtung L.A. ab und an schwingt noch ein Fünkchen Mississipi-Delta Blues mit und die Black Crowes hätten sicherlich zu einem gemeinsamen Tütchen nicht nein gesagt. Ein weiterer stilistischer Anhaltspunkt wären frühe Britny Fox und selbst Mr. Big sagen leise Servus.

Ein anderer Grund mag di für diesen Stil hervorragend geeignete und passende Produktion von dem heute so geschassten Tom Werman gewesen sein die im vorangegangen Jahr einige Alben Platinveredeln konnte aber in den 90ern ihre Bankrotterklärung einreichen musste. Wie Majorlabels mit ähnlich gearteten Bands und ihren Veröffentlichungen im Sog des Grungebooms umzugehen pflegten ist hinreichend bekannt und zieht einem auch heute, über 10 Jahre später, die Mundwinkel nach unten.

Ob die Gruppe dem Druck nachgegen und sich Holzfällerhemden gekauft hat oder ob sie eindültig die Segel gestrichen und sich mit einer Flasche Burbon unterm Arm ins Abendrot verabschiedet hat entzieht sich meiner Kenntnis aber da die Scheibe mittlerweile für günstig zu haben ist und die Songs nach wie vor sehr solide klingen lohnt sich die Investition in diesen Rundling auf alle Fälle. Ob nun „Hell On Wheels“ mit dem augenzwinkernden und süffisanten "....I love the way she f f f feels" Part Erinnerungen an toupierte Go Go Tänzerinnen heraufbeschwört ode3r die famose Halbballade „Love & War“ einen reinrassigen Teslaersatz bietet, mit Graveyard Train ist die nächste Grillfeier unter Freunden gerettet.

Auch wenn man nicht wirklich einen großen und unsterblichen Hit im Gepäck hat so unterschreitet das Album zu keinem Zeitpunkt das Mindestmass an Groove und Eingängigkeit und das sollte in einer schnelllebigen und von Trends geprägten Zeit Kaufargument genug sein.

In diesem Sinne: CD rauf, Cowboyboots an, Whiskey rein und Sau raus.



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