Tracy Gang Pussy - Number 4
3.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2009
Label
Apokalypse Records
Besetzung
Gesang und Gitarre – Lucky
Bass – 8-Balled
Gitarre – Revlon
Schlagzeug - Suicide
Bass – 8-Balled
Gitarre – Revlon
Schlagzeug - Suicide
Tracklist
1. I Got To Move On To Be Free
2. No Escape
3. Miss Negativity
4. I Have A Wish
5. Dreaming
6. Wide Open To The World
7. Let´s Burn This City Down In Flames
8. You Dragged Me Down
9. Teenage Years
10. Remain
11. We´re Drowning In Pavements
12. I Don´t Believe In Happiness Anymore
2. No Escape
3. Miss Negativity
4. I Have A Wish
5. Dreaming
6. Wide Open To The World
7. Let´s Burn This City Down In Flames
8. You Dragged Me Down
9. Teenage Years
10. Remain
11. We´re Drowning In Pavements
12. I Don´t Believe In Happiness Anymore
Datum: 13.04.2009 - Autor Psychobimbo
Und trotzdem war ich gespannt was mir mit Tracy Gang Pussy für ein Leckerbissen aus Eiffelturmhausen ins Osternest gelegt wurde. Schön kitschiger Bandname, dagegen dürfte sogar Nuclear Blast einen Preis für ihre Kreativabteilung abstauben können. Egal, viel schlimmer ist das Bandpic auf der Rückseite, welches in seiner Aussagekraft nicht hätte stärker sein können. 4 glattgebügelte Emobürschchen mit frischlackierten Farbtattoos und niedlichen Piercings an den richtigen Stellen und offensichtlich von H&M oder ähnlichem Eingekleidet.
Doch auch das sagt noch nichts aus, denn Omas „Kleider machen Leute“ Spruch kann mich dort küssen wo die Sonne niemals hinscheint.
Laut ihrer MySpace Seite spielen die Kids aus dem Westen Europas lockeren Sleaze- und Schmuddelrock wie man ihn vorwiegend aus der Gegend rund um Stockholm kennt. Die Hinweise auf U.S Punkrock hab ich aufs Geradewohl einfach ausgeblendet.
Nun, und genau solchen Plastikpoppunk bekommt man geboten. Gut gemacht, keine Frage aber so innovativ, ehrlich und frisch das man mit dem Kopf durch das geschlossene Fenster springen möchte.
Ich vergönne der Band als auch ihrem Label jeden Euro den sie mit dieser durch und durch aufgesetzten Platte verdienen, denn wer sich so dreist an das Zielpublikum wendet und ganz klar nur aufs Geldverdienen bei Teenagern setzt, der soll auch abkassieren.
Macht Dieter Bohlens DSDS auch nicht anders.
Für Skateboard fahrende Vorstadtkids mag dieses Abziehbild einer jungen Rockband sogar noch irgendwo witzig-spritzig klingen, für jemanden der schon damals die Green Day hörenden Punkverunglimpfer verachtet hat und Gruppen wie Blink 182 für Abschaum hält, der wird sich mit Grausen abwenden.
Und wenn sich Tracy Gang Pussy schon von Song zu Song als Plagiat wiederholen, dann darf ich das bitteschön auch. „Number 4“ ist nicht im Hinterhof oder der Garage entstanden, das hört man. Und das ist schlimm.
Wer Sleaze oder Punkrock hören möchte, der hat sogar im windigsten Supermarkt die Gelegenheit originelleres und mit mehr Herzblut versehenes zu erstehen. Denn genau diese nachgeschobenen Drecksbands sind es welche jedes Genre irgendwann ersticken und damit den wirklichen Jungs im kommerziellen Overkill den gar aus machen.
Egal ob Hair-Metal, Grunge, Nu-Metal oder sonst etwas, hätte man früher die Spreu vom Weizen getrennt, dann hätte man sich an den wirklich herausragenden Bands der jeweiligen Stilrichtung noch viel länger erfreuen können.
Jetzt liegt es an euch zu entscheiden ob ihr Dreck wie Negative, Sonic Syndicate oder eben auch Tracy Gang Pussy supporten wollt.
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