D.A.D. - /Heaven`s Basement

6.5 von 10 Punken


Datum
18.09.2009

Konzertort
Bochum, Zeche

Datum: 19.09.2009 - Autor Jörg
18.09.09 Bochum, Zeche

Zum guten neuen Album “Monster Philosophy” gab es natürlich auch eine Tour, das haben DAD in den Interviews zum Album im letzten Jahr versprochen. So geschah es, das DAD nun wieder als Headliner durch die Hallen rockten. Zusammen mit den britischen Hardrocker/Sleaze-Kids von Heaven`s Basement, als Anwärmer. Es hatte echt was für sich mal nicht „überpünktlich“ an der Zeche zu sein. Alle anderen schon drin und wir konnten ohne warten rein und schön bis nach vorne durchlaufen. Hat dann auch gar nicht lange gedauert, da fingen Heaven`s Basement ihren knapp 30 Minuten Opener-Auftritt an. Die CD der Band fand ich ja nicht so schlecht, doch hängen blieb da echt nicht viel. Dennoch fand ich Heaven`s Basement besser,als vor 2 Jahren die übergehypten Led ZeppelinHeulböcke von The Answer. Ich glaub viele Fans kennen Heaven`s Basement noch aus dem Vorprogramm von der Thunder-Abschiedstour, doch mehr als netter Applaus war dann auch nicht drin für die 5 jungen Burschen. Die Songs gehen alle okay, es wurde sogar ein neues Stück gespielt und Sänger und der eine Gitarrist machten ordentlich Show und posten sich gut eines zu recht. Der Gitarrenspieler auf der rechten Bühnenseite hat das 1X1 des Rockstarspielen drauf und wirft sich auf die Knie und spielt seine Gitarren sogar hinterm Kopf. Ich denke die Zielgruppe sollten Heaven`s Basement mal ein wenig im Auge behalten.

Umbaupause und dann ging es los, die Pausenmusik!!! Wer hat denn diesen Krampf eingelegt? Saxophongetröte und Jazzige Töne, sägen an meinen Nerven. Okay, immerhin mal was anders als die totgenudelten Klassiker-Rock-Songs. Schon während des Line-Checks konnte man erste Blicke auf die abfallend designten Instrumente von Bassist Stip Pedersen werfen, neben der Heckflosse und der Rakete gab es da noch ein paar Neue zu begucken.

Kurz vor 21 Uhr wurde die Nebelmaschine angeworfen und los ging es. Mit „True Believer“ stiegen die Dänen ein und ich traute meinen Ohren nicht, der Sound war nicht wirklich das Wahre. Doch das Problem hat der Mischer bis zum 3ten Song dann aber im Griff. Ich war, nach den supergeilen Konzerten zu „Scare Yourself“ vor 2 Jahren echt gespannt ob DAD diesesmal auch wieder so abgehen würden. Die Antwort vorweg: Jaein. Was glaub ich an der etwas ruhigeren Ausrichtung von „Monster Philosophy“ lag. DAD sorgten dieses Mal auch wieder für viel Aktion, Spaß und gute Laune. Vor allem Stig der mit einem Fledermaus-Artigen Lack-Anzug wieder mal schwitze wie Axt. Dazu noch Frontmann Jacob, der die Fans mit vielen witzigen (meist in Deutsch) Ansagen und Mitsingspielchen bei Laune hielt. Dazu fährt der Junge immer eine Gesichtskirmes, das man sich eines Grinsens nicht erwehren kann. Ruhepol und der Mann, der den Sound zusammen hält, ist hier ohne Frage Gitarrist (Meine Bruder spielt eine gute Gitarre) Jesper Binzer. Der den ganzen Auftritt sehr auf sein Instrument konzentriert war. Die Songauswahl dürfte eigentlich jeden zufrieden gestellt haben, von fast jedem Album wurde wieder ein Song gespielt. Ich habe mich wieder sehr über „Soft Dogs“ gefreut, dazu gab es noch „Reconstrcucdead“ - und ich meine „Written in Water“ vernommen zu haben. Etwas später im Set folgten dann „Chainsaw“ (mit einem langen und recht amüsanten Mitsingpart) und kurz vor Ende des regulären Sets „Monster Philosophy“ vom neuen Album. Für meinen Geschmack haben DAD dieses Mal ein klein wenig zu viel auf das relaxte und entspannte Jammen gesetzt, gerade „Grow or Pay“ und „Everthing Glows“ zogen sich für mich dadurch etwas sehr in die Länge. Die Buben können spielen, doch ich mag es eben lieber wenn DAD gut nach vorne rocken. Von mit wurden Songs vom geilen „Scare Yourself“-Album vermisst. Schade irgendwie…Logisch wurden auch die bekannten Hits wie „Jihad“, „Bad Crazines“ und „Laugh in a ½“ (erste Zugabe) und „Sleeping my Day away“ (weitere Zugabe) gespielt. Kurz vor Schicht im Schacht wurden dann noch 2 Oldies ausgepackt, welche eigentlich immer auf einem DAD-Konzert gespielt werden müssen. Da wären eben das Cowpunkige „Ridin`with Sue“ und natürlich der Song, der den Sack endgültig zu macht „It´s after Dark“…nach dieser Gänsehaut-Hymne weiß Mann/Frau aber, jetzt ist wirklich das Konzert zu Ende. Gute 90 Minuten haben uns DAD wieder mal echt toll unterhalten, auch wenn ich hier und da die ein oder andere Länge verspürt habe.



Gallery (8 Bilder)
Werbung




last.fm Player


TOP-NEWS
Redaktionsplaylist Januar 2012


RANDOM REVIEWS